Zielsetzung:
Das Netzwerktreffen möchte einen sichereren Raum schaffen, besonders für Menschen, die auf mehreren Ebenen Diskriminierung erfahren. Menschen sollen Vernetzung, Weiterbildung und Empowerment erleben. Durch ein vielfältiges Programm und inklusive Rahmenbedingungen soll allen Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben werden, durch neue Perspektiven bereichert zu werden, Bündnisse zu schaffen, Wissen und Ressourcen zu teilen, um danach gestärkt in queeren Aktivismus und (Über-)Leben zurückzukehren.
Intersektionale Diskriminierung kann sehr herausfordernd und überfordernd sein. Gefühle von Einsamkeit und Ohnmacht können zu ständigen Begleiterinnen werden und den Blick aufs Leben prägen. Das Treffen hat das Ziel, dem entgegenzuwirken und die Ressourcen der Teilnehmenden zu stärken. Deshalb sollen beim Treffen auch bewusst mehrfach-marginalisierte Menschen im Fokus stehen.
Durch die Bündnisarbeit sollen auch neue und kleinere Strukturen Anschluss finden und nachhaltiger fortbestehen können.
Zielgruppe sind alle Vertreter*innen von queeren Gruppen in Köln, sowie einzelne Queeraktivist*innen. Das Netzwerktreffen ist kostenfrei und finanziert sich durch Ehrenamt und eine Förderung der Stadt Köln, um allen Interessierten eine Teilnahme zu ermöglichen.
Teilhabe:
Verfolgt wird die Idee einen Raum der Bildung, Vernetzung und Co-Kreation zu schaffen. Teilnehmende kommen mit ihren individuellen Bedarfen und sollen ihre Erfahrungen mitgestalten können. Es soll Platz für verschiedene Workshops und Austausch zu Themen geben, die gerade für die Teilnehmenden relevant sind. Im Vorhinein soll eine Angebotsauswahl erstellt werden und die Teilnehmenden gemeinschaftlich entscheiden, welche Workshops umgesetzt werden. Potenzielle Workshopideen sind: Bündnisarbeit, Privilegienreflexion, Lernen aus intersektionalen Erfolgen, offenes Skillsharing, Erholung in der Mehrfachkrise, Selbstfürsorge und ressourcenstärkender Umgang mit Leid, Ausdruck in kreativen Prozessen, Veränderungspsychologie, Traumasensibilität, Intersektionalität & Inklusion. Teil vom Programm ist auch: Kooperationen finden und ggf. gemeinsame Aktionen planen.
Planung:
Wie sich einzelne Einheiten letztlich gestalten wird unter Berücksichtigung der verschiedenen Bedarfe der Teilnehmenden entschieden. Das Abfragen der Wünsche der Teilnehmenden ist deshalb Baustein der Planung. In der Umsetzung sind wir lernbereit, bedürfnis- und prozessorientiert.
Barrierearmut und Zugang:
Das Netzwerktreffen wird barrierearm gestaltet, um allen Teilnehmenden gleichermaßen Zugang zu bieten. Dies umfasst eine Unterkunft und Transportmöglichkeiten für
Rollstuhlnutzer*innen sowie die Berücksichtigung von spezifischen Bedürfnissen der Teilnehmenden. Alle Materialien werden für Menschen mit Sehbehinderung digitalisiert. Wenn sich Menschen mit Immunschwäche anmelden, erarbeiten wir nach Möglichkeit Infektionsschutzmaßnahmen, um alle sicher zu inkludieren. Gebärden-Dolmetscher*innen und andere Begleitpersonen können teilnehmen und werden miteingeplant. Leider können wir diese nicht von uns aus bezahlen. Wir helfen aber gerne bei Antragsstellungen.
Awareness:
Wir haben ein ausgearbeitetes Awareness-Konzept mit neuro-inklusiven Elementen (Fidgettoys, Ruheraum, Trigger-Abfrage) und ein Awareness-Team für die Zeit, welches dafür sensibilisiert ist Diskriminierungserfahrungen ernst zu nehmen. Wir haben einen Verhaltenskodex (Code of Conduct), welcher als Leitfaden dient, wie wir uns auf dem Treffen begegnen wollen. Ziel ist der Versuch einen möglichst sicheren Raum zu schaffen, in dem sich alle gesehen fühlen, und gleichzeitig Räume für ehrliches Feedback zu öffnen, um kontinuierlich zu lernen und sich an die Bedarfe anzupassen.
Förderung:
Ohne die Förderung der LSBTI*-Fachstelle der Stadt Köln wäre das Projekt nicht umsetzbar gewesen und wir bedanken uns herzlich für eine erneute Förderung!
Um die Ergebnisse und Wirksamkeit des Projekts nachzuweisen, wird am Ende ein Reflexionsbogen ausgeteilt und anonymisiert als Statistik veröffentlicht. Außerdem wird eine Person aus unserem Team Fotos machen, welche nur mit Zustimmung, der darauf sichtbaren Menschen, veröffentlicht werden.