Im Rahmen meiner Tätigkeit als Osteopath und Heilpraktiker informiere ich Sie nach bestem Wissen über die Art, den Umfang, die Ziele, mögliche Alternativen sowie die Risiken der angebotenen Therapien. Die Aufklärung erfolgt sowohl mündlich als auch schriftlich und dient Ihrer informierten Entscheidung über die Inanspruchnahme der Behandlung.
Osteopathie und manuelle Techniken
Aufklärung gemäß § 630e BGB
Was ist das und wie läuft es ab?
Osteopathie ist ein manuelles Diagnose- und Behandlungsverfahren. Mit den Händen werden Spannungs- und Bewegungseinschränkungen an Muskeln, Gelenken, Faszien, inneren Organen und am kraniosakralen System ertastet und behandelt. Beschwerden an einer Stelle können ihre Ursache an einer ganz anderen Stelle haben ein Prinzip, das dem osteopathischen Denken zugrunde liegt. Zum Einsatz kommen sanfte Techniken (Mobilisation, myofasziale Techniken, kraniosakrale Techniken) sowie bei entsprechender Indikation auch gezielte Impulstechniken. Vor jeder Impulstechnik erfolgt eine gesonderte mündliche Aufklärung.
Was kann es Ihnen bringen?
• Linderung von Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen sowie funktionellen Bewegungseinschränkungen
• Verbesserung von Körperhaltung, Atem- und Beckenbeweglichkeit
• Unterstützung bei funktionellen Beschwerden innerer Organe (z. B. Verdauung, Menstruation)
• Förderung der körpereigenen Regulationsfähigkeit
Mögliche Risiken und Nebenwirkungen
• vorübergehend muskelkaterartige Reaktionen, Müdigkeit oder Symptomverschiebung für 24–72 Stunden
• sehr selten: kleiner Bluterguss, kurzzeitige Reizung des Gewebes
Absolute Kontraindikationen (dann wird nicht behandelt)
• Lähmungen von der Lendenwirbelsäule ausgehend (Cauda-Verdacht)
• akuter Schlaganfall oder Verdacht darauf
• frische, nicht konsolidierte Knochenbrüche im Behandlungsgebiet
• bösartige Tumore im Behandlungsgebiet ohne ärztliche Freigabe
• Kopftrauma innerhalb der letzten 14 Tage mit anhaltenden Beschwerden
Relative Kontraindikationen (Entscheidung nach Befund)
• fortgeschrittene Osteoporose
• gerinnungshemmende Medikation
• Bandscheibensch.den mit neurologischer Symptomatik
• Schwangerschaft (Techniken werden angepasst)
Akupunktur (Körper- und Ohrakupunktur)
Aufklärung gemäß § 630e BGB
Was ist das und wie läuft es ab?
Akupunktur ist ein aus der Traditionellen Chinesischen Medizin stammendes Verfahren, bei dem sehr feine, sterile Einwegnadeln in definierte Reflex- und Meridianpunkte am Körper oder am Ohr gesetzt werden. Die Nadeln verbleiben in der Regel 20–30 Minuten. Ohrakupunktur folgt der Reflexzonen-Kartografie nach Nogier und Bahr.
Was kann es Ihnen bringen?
• Schmerzlinderung bei chronischen und akuten Beschwerden
• Unterstützung bei Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen
• Regulation vegetativer Symptome (Schlaf, innere Unruhe, Verdauung)
• Unterstützung bei Sucht- und Gewichtsreduktion (Ohrakupunktur)
Mögliche Risiken und Nebenwirkungen
• leichte Blutung oder Bluterguss an der Einstichstelle
• vorübergehende Kreislaufreaktion (selten Ohnmacht) — bitte nicht nüchtern kommen
• sehr selten: lokale Infektion oder Nervenreizung
Absolute Kontraindikationen (dann wird nicht behandelt)
• unbehandelte Gerinnungsstörung
• akute Infektion im Bereich der Einstichstelle
• florider Immundefekt oder Chemotherapie ohne ärztliche Freigabe
Relative Kontraindikationen (Entscheidung nach Befund)
• blutverdünnende Medikation
• Herzschrittmacher (bei Elektro-Akupunktur)
• Schwangerschaft (bestimmte Punkte werden gemieden)
• Nadelphobie oder Ohnmachtsneigung — bitte vorher ansprechen
Dry Needling (Triggerpunkt-Nadelung)
Aufklärung gemäß § 630e BGB
Was ist das und wie läuft es ab?
Beim Dry Needling wird eine sehr feine Akupunkturnadel gezielt in einen myofaszialen Triggerpunkt — einen übererregbaren Punkt in verspannter Muskulatur — eingebracht. Über die mechanische Reizung wird der lokale Muskeltonus reduziert, die Durchblutung angeregt und die neuromuskuläre Kommunikation moduliert. Es werdenkeine Substanzen injiziert.
Was kann es Ihnen bringen?
• gezielte Lösung von hartnäckigen Muskelverspannungen und Triggerpunkten
• Verbesserung von Beweglichkeit, Kraftentfaltung und Schmerzintensität
• sinnvolle Ergänzung zur manuellen und osteopathischen Behandlung
Mögliche Risiken und Nebenwirkungen
• kurzfristige Muskelkater-ähnliche Reaktion für 24–48 Stunden
• kleine Blutergüsse oder Hämatome an der Einstichstelle
• vorübergehende Kreislaufreaktion (selten Ohnmacht)
• sehr selten: lokale Infektion oder Nervenreizung, im Halsbereich sehr selten Pneumothorax-Risiko — dieses Areal wird nur bei klarer Indikation und mit erhöhter Sorgfalt behandelt
Absolute Kontraindikationen (dann wird nicht behandelt)
• unbehandelte Gerinnungsstörung
• akute Infektion im Nadelungsgebiet
• florider Immundefekt oder Chemotherapie ohne ärztliche Freigabe
• ausgeprägte Nadelphobie
Relative Kontraindikationen (Entscheidung nach Befund)
• blutverdünnende Medikation
• Schwangerschaft
• lokale Sensibilit.tsst.rungen
• Lymphödem im Behandlungsgebiet
Blutentnahme und Infusionstherapie
Aufklärung gemäß § 630e BGB
Was ist das und wie läuft es ab?
Für diagnostische Zwecke (Labor) wird venös Blut aus einer Armvene entnommen. Im Rahmen der orthomolekularen Medizin werden gegebenenfalls Vitamine, Mineralstoffe oder Aminosäuren als Infusion verabreicht. Verwendet werden ausschließlich Einwegmaterialien, alle Zubereitungen sind aus zugelassenen Fertiglösungen.
Was kann es Ihnen bringen?
• gezielte Substitution bei nachweisbaren Nährstoffdefiziten
• hohe Bioverfügbarkeit im Vergleich zur oralen Einnahme
• sinnvolle Ergänzung bei Erschöpfung, Regeneration, chronischen Beschwerden
Mögliche Risiken und Nebenwirkungen
• kleiner Bluterguss oder Druckschmerz an der Einstichstelle
• vorübergehende Kreislaufreaktion (selten Ohnmacht)
• sehr selten: allergische Reaktion auf einen Infusions-Inhaltsstoff (Notfallmanagement in der Praxis vorhanden)
• sehr selten: lokale Infektion oder Venenreizung
Absolute Kontraindikationen (dann wird nicht behandelt)
• bekannte Allergie gegen einen enthaltenen Wirkstoff
• unbehandelte Gerinnungsstörung
• dekompensierte Nieren- oder Herzinsuffizienz
• akute Infektion im Bereich der Punktionsstelle
Relative Kontraindikationen (Entscheidung nach Befund)
• blutverdünnende Medikation
• Schwangerschaft und Stillzeit (indikationsgerechte Auswahl)
• ausgeprägte Nadelphobie
• schwer zugängliche Venenverhältnisse
Stoßwellentherapie
Aufklärung gemäß § 630e BGB
Was ist das und wie läuft es ab?
Die Stoßwellentherapie nutzt akustische Druckwellen, die gezielt in tiefer liegendes Gewebe eingebracht werden.
Sie regt Durchblutung, Stoffwechsel und Regeneration an und wird eingesetzt bei chronischen Sehnen-, Muskel und Ansatzbeschwerden. In unserer Praxis nutzen wir Geräte von Storz Medical (radiale Stoßwelle).
Was kann es Ihnen bringen?
• wirksam bei chronischer Fersensporn-, Achillessehnen- und Plantarfaszien-Problematik
• Behandlung von Kalkschulter, Tennis- und Golfer-Ellenbogen, Patellasehne
• Anregung von Gewebe-Regeneration bei muskulären Verklebungen
• in der Regel nach 3–5 Sitzungen deutlich spürbare Veränderung
Mögliche Risiken und Nebenwirkungen
• kurzzeitige Rötung, Schwellung oder Hämatombildung im Behandlungsgebiet
• vorübergehende Symptomverstärkung für 24–72 Stunden
• die Behandlung selbst kann unangenehm sein — Intensität wird individuell angepasst
Absolute Kontraindikationen (dann wird nicht behandelt)
• Behandlung über lufthaltigen Organen (Lunge, Darm)
• bösartige Tumore oder Metastasen im Behandlungsgebiet
• Kortison-Injektion im Behandlungsgebiet innerhalb der letzten 6 Wochen
• Schwangerschaft (im behandelten Gebiet)
• akute Infektion im Behandlungsgebiet
Relative Kontraindikationen (Entscheidung nach Befund)
• blutverdünnende Medikation
• gerinnungshemmende Erkrankungen
• Behandlung über großen Nerven- oder Gefäßsträngen
• offene Wachstumsfugen bei Jugendlichen
NLP und ressourcenorientiertes Coaching
Aufklärung gemäß § 630e BGB
Was ist das und wie läuft es ab?
Ergänzend zur körperlichen Behandlung setzen wir Techniken aus dem NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) und dem ressourcenorientierten Coaching ein. Ziel ist, hinderliche Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen und alternative Ressourcen zu aktivieren — insbesondere bei chronischen Beschwerden, in denen körperliche und psychische Faktoren zusammenwirken.
Was kann es Ihnen bringen?
• besseres Verständnis eigener Belastungs- und Reaktionsmuster
• Reduktion von stressbedingten Verspannungen und Schmerzverstärkung
• Stärkung von Selbstwirksamkeit und Motivation im Heilungsverlauf
• gute Ergänzung bei chronischen Schmerzen, Erschöpfung, Schlafproblemen
Mögliche Risiken und Nebenwirkungen
• Coaching kann emotional bewegen — Themen aus der Vergangenheit können aktiviert werden
• kein Ersatz für Psychotherapie bei bestehender psychischer Erkrankung
• Erfolg hängt wesentlich von der Mitarbeit und Offenheit der Patientin oder des Patienten ab
Absolute Kontraindikationen (dann wird nicht behandelt)
• akute psychische Erkrankung in Behandlung (Psychose, akute Depression, akute Traumatisierung)
• Suizidalität
• akute Substanzintoxikation
Relative Kontraindikationen (Entscheidung nach Befund)
• in Behandlung befindliche psychische Erkrankung (Abstimmung mit behandelnder Fachperson)
• belastende Lebensereignisse im engen zeitlichen Umfeld
Neuraltherapie im heilpraktischen Rahmen
Aufklärung gemäß § 630e BGB
Was ist das und wie läuft es ab?
Neuraltherapie ist ein Verfahren, das über lokal wirkende Reize das vegetative Nervensystem und die Regulation des Gewebes anspricht. Im heilpraktischen Rahmen werden dabei zwei klar getrennte Anwendungsformen genutzt:
(1) intrakutane Quaddeln mit Procain — sehr feine Injektionen unmittelbar unter die Haut in Segment oder Reflexzonen; hier verwenden wir das Lokalanästhetikum Procain in niedriger Konzentration.
(2) subkutane oder intramuskuläre Injektionen mit homöopathischen Komplex-Arzneimitteln (z. B. Traumeel, Lymphomyosot, Zeel) zur Anregung der körpereigenen Regulation. Weitergehende Anwendungen mit Procain (subkutan, intravenös, ganglionnähe Injektionen) sind Ärzten vorbehalten und werden in unserer Praxis nicht durchgeführt.
Was kann es Ihnen bringen?
• gezielte Anregung der Regulation über Segment- und Reflexzonen
• sanfter Reiz mit oft rascher Wirkung bei chronischen Beschwerden
• Kombination mit osteopathischer Behandlung möglich
• sehr geringe Wirkstoffmenge — gute Verträglichkeit
Mögliche Risiken und Nebenwirkungen
• kurzzeitiges Brennen, Rötung oder kleiner Bluterguss an der Einstichstelle
• vorübergehende Kreislaufreaktion bis hin zur Ohnmacht — bitte nicht nüchtern kommen
• sehr selten: allergische Reaktion auf Procain oder homöopathische Zubereitung (Notfallmanagement in der Praxis vorhanden)
• sehr selten: lokale Infektion oder Nervenreizung
Absolute Kontraindikationen (dann wird nicht behandelt)
• bekannte Allergie gegen Procain (Ester-Lokalanästhetikum) oder einen anderen Inhaltsstoff
• unbehandelte Gerinnungsstörung
• akute Infektion im Injektionsgebiet
• schwere Herzrhythmusstörung, AV-Block II. oder III. Grades
• Myasthenia gravis
Relative Kontraindikationen (Entscheidung nach Befund)
• blutverdünnende Medikation
• Schwangerschaft und Stillzeit (nur bei klarer Indikation, intrakutan)
• ausgeprägte Nadelphobie
• Cholinesterase-Mangel
Befundbesprechung Labor und orthomolekulare Medizin
Aufklärung gemäß § 630e BGB
Was ist das und wie läuft es ab?
Im Rahmen der KPNI (Klinische Psycho-Neuro-Immunologie) und der orthomolekularen Medizin werden — nach individueller Indikation — Laborbefunde erhoben und ausgewertet (z. B. Vitamin- und Mineralstoffstatus, Entzündungsmarker, Fettsäuren, Hormone, oxidativer Stress, Aminosäuren, Neurotransmitter). Auf Grundlage der Befunde geben wir Empfehlungen zu Ernährung, Lebensstil und gezielter Substitution mit orthomolekularen Präparaten. Die Empfehlung ersetzt keine ärztliche Therapie.
Was kann es Ihnen bringen?
• erkennbare Zusammenhänge zwischen Symptomen und Nährstoffdefiziten
• individuell abgestimmte Substitutionsempfehlungen statt Blindschuss
• Verlaufskontrolle über wiederholte Laborwerte
• Ergänzung körperlicher Behandlung um die biochemische Ebene
Mögliche Risiken und Nebenwirkungen
• Kosten für Laborleistungen und Pr.parate werden von Krankenkassen häufig nicht übernommen
• Über- oder Fehlversorgung bei eigenmächtiger Veränderung der Einnahme
• Wechselwirkungen mit verschriebenen Medikamenten (daher vollständige Medikationsliste erforderlich)
• die Praxis übernimmt keine Verantwortung für Produktionsfehler des Herstellers oder nicht angegebene Medikamente
Absolute Kontraindikationen (dann wird nicht behandelt)
• bekannte Allergie gegen ein empfohlenes Präparat
• dekompensierte Nieren- oder Leberinsuffizienz (bestimmte Präparate)
Relative Kontraindikationen (Entscheidung nach Befund)
• Schwangerschaft und Stillzeit (indikationsgerechte Auswahl)
• laufende Chemo- oder Strahlentherapie (Abstimmung mit Onkologie)
• Einnahme von Blutverdünnern (Vitamin K, hoch dosiertes Vitamin E, Fisch.l)