German TALK2ME: Healthy Work Environment Assessment
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  • co-funded by the European Union
  • Finanziert von der Europäischen Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen stammen jedoch ausschließlich von den Autor:innen und spiegeln nicht notwendigerweise die der Europäischen Union oder der Exekutivagentur Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können für diese verantwortlich gemacht werden.

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    Diese Arbeit © 2022–2025 des Partnerschaftsverbunds des ERASMUS+-Projekts „Talk2Me“ zur Sensibilisierung für das Phänomen Mobbing gegenüber Migrant*innen am Arbeitsplatz und zur Verbesserung von Interventionsmethoden für Führungskräfte, Personalverantwortliche und andere Beschäftigte, Projektnummer: 2022-1-DE02-KA220-VET-000088464, steht unter der Lizenz Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0).

  • TALK2ME: Bewertung eines gesunden Arbeitsumfelds

  • Dieser Fragebogen ist ein zentrales Instrument sowohl für migrierte Arbeitskräfte als auch für Arbeitgeber, einschließlich Personalverantwortliche und Führungskräfte, um Maßnahmen, Richtlinien und Praktiken für ein gesundes Arbeitsumfeld zu bewerten.

    Er umfasst 28 Punkte, die verschiedene Aspekte der Dynamik und Interaktionen am Arbeitsplatz abdecken, und benötigt etwa 15 Minuten zur Bearbeitung. Die Beantwortung dieses Fragebogens trägt nicht nur dazu bei, die Herausforderungen von migrierten Arbeitskräften besser zu verstehen, sondern ebnet auch den Weg für einen bedeutungsvollen Wandel in der Arbeitsmarktkultur.

    Für migrierte Arbeitskräfte stellt dieser Fragebogen eine Plattform dar, um Ihre Erfahrungen zu dokumentieren und etwaige Vorfälle von Mobbing oder Belästigung sichtbar zu machen. Ihre Teilnahme ist entscheidend, um Bewusstsein zu schaffen und Ihre Rechte am Arbeitsplatz zu stärken.

    Für Arbeitgeber, einschließlich HR-Fachkräfte und Führungskräfte, bietet dieser Fragebogen Einblick in mögliche Problembereiche und Verbesserungspotenziale in Ihrer Organisation. Durch das Erkennen und Angehen von Problemen wie Mobbing und Belästigung können Sie ein inklusiveres und unterstützenderes Arbeitsumfeld für ALLE Mitarbeitenden fördern.

    Nach Abschluss dieses Instruments erhalten Sie per E-Mail Leitlinien zur weiteren Umsetzung positiver Veränderungen. Dazu gehören Materialien für Sensibilisierungskampagnen, dynamische Lernprogramme sowie Handlungsleitfäden zur Förderung von Vielfalt und zum effektiven Umgang mit Mobbing-Fällen.

    Gemeinsam können wir Mobbing bekämpfen und eine Kultur der Vielfalt, Inklusion und des gegenseitigen Respekts fördern.

     


    WAS IST MOBBING?
    Im Englischen wird der Begriff „mobbing“ verwendet, um einen Angriff durch eine größere Gruppe zu bezeichnen, während „bullying“ eher ein despotisches und einschüchterndes Verhalten beschreibt.

    Leymann (1996) definiert Mobbing als „psychologisches Beben“, das moralisch inakzeptable Verhaltensweisen umfasst, die gezielt gegen eine bestimmte Person gerichtet sind, um sie in eine machtlose und wehrlose Position zu drängen.

    In einer weiteren Definition beschreibt Zapf (1999) Mobbing als eine psychologische Form der Aggression, die entweder zwischen zwei Personen oder zwischen einer Gruppe und einer Einzelperson entsteht.

    Formen des Mobbings (Sahin B. et al. 2012):

    Verhaltensweisen, die Ausdruck und Kommunikation über Arbeitsbeziehungen verhindern (ständige negative Kritik)


    Verhaltensweisen, die soziale Beziehungen verletzen (Isolation)


    Verhaltensweisen, die die berufliche Praxis/das professionelle Ansehen angreifen (ständig neue oder erniedrigende Aufgaben usw.)


    Verhaltensweisen, die den persönlichen und beruflichen Ruf schädigen (falsche Gerüchte, Lächerlichmachen, psychische Destabilisierung)

  • Arbeitsumfeld

    Arbeitsumfeld
  • 1. In Ihrem Arbeitsumfeld fühlen sich die Mitarbeitenden sicher und anerkannt und erhalten Aufgaben, die mit ihrer Stellenbeschreibung übereinstimmen.*
  • 2. Mitarbeitende werden sowohl von Kolleg:innen als auch Vorgesetzten fair behandelt. Vergütung, Pausen und Arbeitszeiten entsprechen ihrer Arbeitsbelastung.*
  • 3.Einige Mitarbeitende fühlen sich isoliert oder von sozialen Aktivitäten oder Gesprächen am Arbeitsplatz ausgeschlossen.*
  • 4. Einige Mitarbeitende erleben beleidigende oder abwertende Kommentare oder Gesten, die sich gegen sie richten.*
  • Psychische Auswirkungen

    Psychische Auswirkungen
  • 5. In Ihrem Arbeitsumfeld sind das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen der Mitarbeitenden hoch.*
  • 6. Teamarbeit und Zusammenarbeit sind entscheidende Faktoren für ein hohes Maß an Engagement und Arbeitsmoral in Ihrem Unternehmen..*
  • 7. Konzentration und Fokus lassen sich in Ihrem Arbeitsumfeld leicht und stressfrei aufrechterhalten.*
  • 8. Das Arbeitsumfeld führt dazu, dass Mitarbeitende weniger schlafen oder unter körperlichen Symptomen leiden, was zu geringerer Produktivität führt.*
  • Unterstützung und Ressourcen

    Unterstützung und Ressourcen
  • 9. Mitarbeitende fühlen sich wohl dabei, ihre Vorgesetzten oder die Personalabteilung um Unterstützung zu bitten oder Mobbing zu melden.*
  • 10. Mitarbeitende erhalten angemessene Unterstützung oder Hilfe bei der Beantragung von Krankenstand oder medizinischer Freistellung.*
  • 11. In Ihrem Unternehmen gibt es wirksame Richtlinien und Verfahren zur Verhinderung und Behandlung von Mobbing, einschließlich der Förderung eines offenen Umgangs mit dem Thema.*
  • 12. Die Kanäle zur Meldung von Mobbing-Vorfällen sind für alle Mitarbeitenden klar definiert und zugänglich.*
  • Kulturelles Bewusstsein und Vielfalt

    Kulturelles Bewusstsein und Vielfalt
  • 13. Mitarbeitende fühlen sich in Bezug auf ihre kulturelle Herkunft und individuellen Unterschiede sowohl vom Arbeitgeber als auch von Kolleg:innen respektiert und wertgeschätzt*
  • 14. Mobbing-Vorfälle in Ihrem Unternehmen beinhalten kulturelle oder rassistische Vorurteile oder Diskriminierung.*
  • 15. In Ihrem Unternehmen werden Maßnahmen ergriffen, um Mitarbeitende im Bereich kulturelle Sensibilität und gegenseitigen Respekt zu schulen.*
  • 16. Diskriminierung oder Belästigung aufgrund kultureller Unterschiede wird in Ihrem Unternehmen nicht angemessen behandelt.*
  • Kommunikation und Sprache

    Kommunikation und Sprache
  • 17. Sprachbarrieren waren eine Quelle von Missverständnissen und Kommunikationsproblemen am Arbeitsplatz.*
  • 18. Migrantische Mitarbeitende fühlen sich ausgeschlossen oder benachteiligt, weil sie Schwierigkeiten haben, sich in der am häufigsten gesprochenen Sprache am Arbeitsplatz auszudrücken oder sie zu verstehen.*
  • 19. Zur Überwindung von Kommunikationsbarrieren bietet Ihr Unternehmen Sprachkurse oder Unterstützungsmaßnahmen wie Übersetzungs- und Dolmetschdienste an.*
  • 20. Die Sprachkenntnisse von Mitarbeitenden waren Gegenstand abwertender Kommentare oder Witze von Kolleg:innen oder Vorgesetzten.*
  • Organisatorische Richtlinien und Praktiken

    Organisatorische Richtlinien und Praktiken
  • 21. In Ihrem Unternehmen sind die Mitarbeitenden über Anti-Mobbing-Richtlinien und ihre Rechte informiert.*
  • 22. In Ihrem Unternehmen werden Schulungen oder Workshops zur Prävention und Sensibilisierung für Mobbing durchgeführt.*
  • 23. Mitarbeitende können problemlos eine zuständige Ansprechperson oder Abteilung kontaktieren, um Mobbing-Beschwerden zu melden.*
  • 24. In Ihrem Unternehmen werden Bewertungen oder Umfragen durchgeführt, um Mobbing-Risiken zu identifizieren und mit entsprechenden Disziplinarmaßnahmen zu reagieren.*
  • Selbstbehauptung und Empowerment

    Selbstbehauptung und Empowerment
  • 25. Mitarbeitende fühlen sich befähigt, ihre Rechte geltend zu machen, um gegen Mobbing-Vorfälle vorzugehen und sich selbst zu vertreten.*
  • 26. Mitarbeitende kennen Strategien und Ressourcen, einschließlich Dokumentation, um effektiv mit Mobbing-Verhalten umzugehen.*
  • 27.Ihr Unternehmen ermutigt und befähigt die Mitarbeitenden aktiv, gegen Mobbing Stellung zu beziehen.*
  • 28. In Ihrem Unternehmen werden Mitarbeitende ermutigt, Schulungen oder Beratung von Expert:innen in Anspruch zu nehmen, um Konflikte zu bewältigen und zu lösen.*
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