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14:00 Uhr–14:15 Uhr: Begrüßung und Einführung (Prof. Dr. Stefanie Frisch) 14:20 Uhr–15:50 Uhr: 1. Workshopphase 16:05 Uhr–17:35 Uhr: 2. Workshopphase 17:35 Uhr–18:00 Uhr: Gemeinsamer Abschluss und Ausblick
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Workshop 1 Promoting democratic and multimodal literacy competencies in EFL education with graphic novels Referentin: Dr. Rachel Hall
Many societies around the world have witnessed an erosion of democratic values in recent times. It was the American philosopher and educator John Dewey (1916) that said that “Democracy has to be born anew every generation” and that education has a role to play in the delivery. In the twenty-first century, what role can English teaching play in promoting democratic values and competences among learners? Can these competences be developed alongside linguistic and literary competences? The development of multimodal literacy competences prepares learners to interpret complex multimodal texts that combine semiotic resources, such as language and graphics (Dressen-Hammouda & Wigham, 2022), an essential skill required for participation in modern societies in which people are surrounded by multimodal texts. Graphic novels are multimodal texts that combine pictures and panels “to show the passage of time and movement through space” (Boerman-Cornell, W. & Kim, J., 2020, p. 1). They are visually attractive and narrate the story in short, accessible panels or speech bubbles, for example. The use of graphic novels was found to have a positive impact on EFL learners’ “reading comprehension and memory retention” (Meuer, 2018, p. 1). There are an increasing number of graphic novels available that tell stories related to democratic themes and address democratic issues. With the help of some examples, we’ll explore the layout and features of graphic novels and discuss choosing novels with democratic themes for use in the EFL classroom. We’ll explore ways that the text panels, speech bubbles, pictures, symbolism and gutter can be used to promote the development of both democratic and multimodal literacy competences. We’ll also critically discuss an example of a lesson sequence which employs pre-, while- and post listening activities to involve learners.
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Workshop 2 Doing Democracy in the English Classroom: Task-Based Language Teaching als demokratische Handlungspraxis Referent: Dr. Matthias Munsch
Der Einsatz bilingualer Module bietet im regulären Sachunterricht der Grundschule ein hohes Potential für das frühe Fremdsprachenlernen. Insbesondere die Auswahl anschaulicher, lebensweltbezogener und handlungsorientierter Sachfachthemen ermöglicht authentische Lernszenarien und damit verbundene Kommunikations- und Sprechanlässe. Durch die aktive Verwendung der Fremdsprache in konkreten unterrichtlichen Handlungssituationen, erhalten Kinder u.a. die Möglichkeit, einen erweiterten Wortschatz, der über die Alltagssprache hinausgeht, aufzubauen. Im Rahmen des Workshops findet zunächst ein kurzer theoretischer Input statt, in dem die fachlichen Anforderungen eines bilingual gestalteten Sachunterrichts, der Zusammenhang zwischen Inhalts- und Sprachenlernen und der aktuelle Forschungsstand beleuchtet werden. Anschließend wird eine konkrete Unterrichtseinheit zu einem aktuellen Sachunterrichtsthema vorgestellt und praktisch erprobt. Dabei geht es u.a. auch um die Frage, wie junge Fremdsprachenlernende in einer deutsch-englischen bilingualen Unterrichtseinheit beim Wissens- und Kompetenzerwerb durch die Lehrkraft unterstützt und inwieweit der Erwerb von Fachsprache sowohl im Deutschen als auch in der Fremdsprache angestoßen werden können. Bitte bringen Sie ein digitales Endgerät (Tablet oder Laptop) mit.
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Workshop 3 Sprachenlernen zwischen Weltfürsorge und Selbstfürsorge - Mehrsprachige Diskursfähigkeit und demokratische Teilhabe im Orientierungsrahmen Bildung Globale Entwicklung der Fächergruppe Neue Sprachen Referentin: Dr. Almut Küppers
Demokratiebildung ist in der DNA der sprachlichen Fächer fest eingeschrieben. Sie zeigt sich in der Orientierung an Diskursfähigkeit, gesellschaftlicher Teilhabe, interkultureller Verständigung, inter-/trans-/kultureller Kompetenz, begründeter Urteilsfähigkeit und kritischer Text- und Medienkompetenz sowie in der expliziten Zielsetzung, Lernende zu verantwortlichem Handeln und zur Mitwirkung in der demokratischen Gesellschaft zu befähigen. In diesem Workshop wird auf die Bedeutung mehrsprachiger Diskursfähigkeit und Sprachbewusstheit als Voraussetzung für demokratische Teilhabe in einer globalisierten Weltgesellschaft fokussiert, die innerhalb planetarer Grenzen operiert. Dazu wird es zunächst einen kurzen Input geben zum neuesten Empfehlungspapier der KMK, dem Orientierungsrahmen Globale Entwicklung – Bildung für nachhaltiges Lernen (2025). Dabei werden insbesondere die Beiträge der sprachlichen Fächer für das nachhaltige Lernen beleuchtet (Vorkapitel Sprachen sowie Fächergruppe Neue Sprachen). Im aktiven Teil des Workshops gehen wir der Frage nach, wie (schulisches) Sprachenlernen im Spannungsfeld zwischen Selbstfürsorge und Weltfürsorge stattfinden kann. Neben der kritischen Auseinandersetzung mit gängigen Begriffen rund um den Heterogenitätsaspekt der Mehrsprachigkeit wird es Übungen geben, die die plurilingualen Sprachenrepertoires der Lernenden als Bildungsressource für das Sprachenlernen produktiv machen sowie Sprachbewusstheit fördern (können).
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Workshop 4 Assessment im Englischunterricht als Chance für praktizierte Demokratiebildung Referentin: Linda Fernandes
Demokratiebildung ist Querschnittsaufgabe aller Schulfächer. Zugleich sind schulische Entscheidungsspielräume durch institutionelle und curriculare Vorgaben begrenzt. Gerade die Leistungsbewertung liegt wesentlich in der Verantwortung der einzelnen Lehrkraft. Leistungsbewertung im schulischen Kontext erfüllt Funktionen wie Feedback, Orientierung, Motivation, Kommunikation und Selektion (Green 2021, S. 9; Thaler, 2012, S. 298) und ist somit mit einer ungleichen Verteilung der Entscheidungsmacht zwischen Lehrkraft und Lernenden verbunden.
Der Workshop stellt daher die Frage: Wie können Lernende innerhalb dieses Rahmens im Englischunterricht Mitbestimmung erfahren und Verantwortung übernehmen?
Im Mittelpunkt des Workshops stehen partizipative Assessmentpraktiken: die gemeinsame Entwicklung und Anwendung von Erfolgskriterien, sowie deren Reflexion. Die Dimensionen „Sprachlernprozesse fördern“ und „Sprachbewusstheit entwickeln“ des Planungsmodells Pro Plan (Diehr, 2021) für Englischunterricht bilden konkrete fachdidaktische Anknüpfungspunkte. Bei der Ausgestaltung englischsprachiger Leistungsbeschreibungen, dem Aushandeln deren Bedeutung und der Präzision von Formulierungen wird Sprachbewusstheit angebahnt. Die Lernenden reflektieren, welche Erwartungen die Kriterien ausdrücken und welche Leistungen dadurch (nicht) sichtbar werden. Die anschließende Anwendung, bspw. im Self- oder Peer-Assessment, bietet Gelegenheit, das gemeinsame Kriterienverständnis zu überprüfen, diskutieren und ggf. anzupassen.
An Beispielen erarbeiten die Teilnehmenden, wie sich dieser Prozess fachlich begründet, sprachlich unterstützt und mit wirksamen Mitentscheidungsmöglichkeiten gestalten lässt. Partizipation wird dabei jedoch nicht automatisch mit Demokratiebildung gleichgesetzt. Erst die Reflexion über Entscheidungsspielräume, Verantwortung, unterschiedliche Urteile und bestehende Machtverhältnisse macht deren demokratische Bedeutung ausdrücklich zum Lerngegenstand. Zugleich wird erfahrbar, wie sprachliche Formulierungen Erwartungen prägen und Bewertungsentscheidungen beeinflussen können. Der Workshop beleuchtet Potenziale und Grenzen einer partizipativen Assessmentpraxis, die Englischlernen mit demokratischer Mitbestimmung verbindet.
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Workshop 5 Englischunterricht in Zeiten bedrohter Demokratie: Überlegungen zu Fachlichkeit und transversalen Herausforderungen am Beispiel der Serie Adolescence Referentinnen: Prof. Dr. Birtta Viebrock & Rieke Dieckhoff
In Zeiten zunehmender Demokratiefeindlichkeit und gesellschaftlicher Polarisierung steht der Englischunterricht in Verantwortung, sich den drängenden Fragen unserer Zeit zu stellen. Schulbücher, die immer noch als unterrichtliches Leitmedium gelten können, bieten häufig wenig kontroverse Inhalte (u.a. Gray, 2002, 157-161; Ludwig & Summer, 2023, 7-8) und können naturgemäß aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen nur verzögert aufgreifen. Jugendliche erleben dagegen reale Bedrohungen – von der Klimakrise über Kriegsgefahren und Rechtsextremismus bis zu Sozialen Medien voller Hassrede, Falschinformationen und Populismus. Die Schnittstellen zwischen eben diesen transversalen Themen und fachlichen Inhalten mit Bezug zur englischsprachigen Welt sind dabei besonders interessant und potenziell geeignet, ein demokratisches Miteinander zum Gegenstand zu machen. In unserem Workshop illustrieren wir dies am Beispiel der vielfach ausgezeichneten vierteiligen Miniserie Adolescence (Netflix, Graham et al. 2025). Adolescence zeichnet mithilfe einer konsequenten One-Shot-Inszenierung den schockierenden Moment nach, in dem der 13-jährige Jamie Miller wegen Mordes an einer Mitschülerin verhaftet wird. Die Serie fungiert als gesellschaftlicher Spiegel, indem sie zeigt, wie Algorithmen und digitale Subkulturen – wie der Incel-Diskurs – Jugendliche radikalisieren und damit demokratische Grundfeste angreifen. Ohne moralischen Zeigefinger oder eindeutige Verantwortungszuschreibung wird in der Serie thematisiert, wie unzureichendes Problembewusstsein in Familie, Bildungssystem und Gesellschaft diese Radikalisierung begünstigen. Mithilfe der Serie lässt sich untersuchen, wie digitale Praktiken und die Nutzung Sozialer Medien, die Jugendliche aus ihrer eigenen Lebenswelt kennen, literarisch erzählt werden. Daraus ergibt sich eine doppelte Gegenstandsperspektive: Neben formal-ästhetischen Merkmalen des Serienbeispiels geht es ebenso um die Reflexion digitaler Praktiken als Inhalt der Erzählungen selbst. Am Beispiel von Adolescence werden die Gefahren digitaler Subkulturen und Sozialer Medien (mpfs, 2026), demokratische Grundfeste anzugreifen, sichtbar und zugleich gesellschaftliche Diskurse über diese Themen reflektierbar (Schwaab, 2025). Ziel ist die Befähigung der Lernenden zur kritischen Partizipation (Gerlach, 2020) an realweltlichen Diskursen über die Serie, insbesondere hinsichtlich ihres Bezugs zu gesellschaftlichen Problemlagen und deren Bedeutung für demokratische Werte.
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Workshop 6 Whose Story is on Display? Museen als demokratische Lernräume im Englischunterricht Referent*innen: Dr. Subin Nijhawan & Maja Dabir Zadeh
Museen präsentieren nicht nur Objekte, sondern erzeugen Deutungen: Sie entscheiden, was gezeigt wird, welche Geschichten erzählt werden und welche Perspektiven unsichtbar bleiben. Dabei bieten sie auch für den Englischunterricht besondere Möglichkeiten zur Demokratiebildung. Ausstellungsobjekte und -räume ermöglichen kritische Perspektivwechsel, Lernende können Narrative hinterfragen, unterschiedliche Stimmen erschließen, gesellschaftliche Kontroversen diskutieren und eigene Positionen sprachlich zum Ausdruck bringen. Ausgehend von Ansätzen der Critical Language Pedagogy wird untersucht, wie mehrsprachige Lernaufgaben Perspektivwechsel, kritische Urteilsbildung und Teilhabe fördern können. Als Fallbeispiel dient ein im Deutschen Ledermuseum Offenbach erprobtes Englisch-Lernprogramm für die Sekundarstufe II: In einem kritischen Rundgang hinterfragen die Lernenden anhand von Exponaten, wie Marken durch Inszenierung (z. B. auf Instagram oder TikTok) Konsumverhalten beeinflussen. Im Workshop diskutieren sie dann Perspektiven auf nachhaltigen Konsum und gestalten eigene Schlüsselanhänger – teilweise aus Lederresten des Museums – deren Design sie auf Englisch präsentieren und begründen.
Zielgruppe: Sekundarstufe I & II, alle Schulformen, Fachlehrer*innen für Sprachen (Englisch, Deutsch, DaZ(DaF), Kunst, Geschichte, Politik, Geografie, Fachübergreifende Kolleg*innen (z.B. für Projektwochen), Schulleitungen & didaktische Verantwortliche, Referendar*innen und angehende Lehrkräfte, Museumspädagog*innen (optional, falls Kooperationen im Fokus stehen).
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Workshop 7 Small Words, Big Ideas: Demokratiebildung im Englischunterricht der Grundschule Referentinnen: Prof. Dr. Stefanie Frisch & Kira Schad
Welchen Beitrag kann der Englischunterricht in der Grundschule zur Demokratiebildung leisten, wenn junge Lernende erst über begrenzte sprachliche Mittel verfügen? Der Workshop geht von der Annahme aus, dass sprachliche Begrenztheit nicht mit inhaltlicher oder kognitiver Begrenztheit gleichzusetzen ist. Gerade Bilderbücher eröffnen multimodale Zugänge zu komplexen und zugleich lebensweltlich relevanten Fragen: Wie kann ich meine Stimme einbringen? Wie gehen wir mit unterschiedlichen Interessen und Perspektiven um? Wie entstehen Vorurteile und Ausgrenzung? Und wie können wir gemeinsam faire Lösungen finden? Anhand der Bilderbücher Say Something! von Peter H. Reynolds, The Day the Crayons Quit von Drew Daywalt und The Wall in the Middle of the Book von Jon Agee werden Unterrichtsideen zu den Bereichen Partizipation, Perspektivübernahme, Vielfalt, Zugehörigkeit und Umgang mit Konflikten mit den Teilnehmenden diskutiert. Im Mittelpunkt stehen sprachlich gestützte Lerneinheiten, die Kinder dazu befähigen, Meinungen zu äußern, anderen zuzuhören, verschiedene Sichtweisen zu erkunden und einfache Aushandlungsprozesse mitzugestalten. Gemeinsam wird reflektiert, wie Scaffolding, Visualisierungen, szenische Verfahren sowie kreative Sprech- und Schreibaufgaben demokratische Sprachhandlungen bereits mit begrenzten Englischkenntnissen ermöglichen.
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