ENDO Aktuell | Fragen & Antworten (Teil 3)
Fortbildungsfragen (nur eine richtige Antwort ist möglich)
1. Modul: PD Dr. David Donnermeyer
1. Welche für die Eigenschaften biokeramischer Materialen wichtigen Reaktionsprodukte entstehen bei der Aushärtungsreaktion?
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a. Wasser und Hydroxylapatit
b. Kalziumhydroxid und Hydroxylapatit
c. Kalziumphosphat und Kalziumcarbonat
d. Kalziumhydroxid und Wasser
e. Kalziumhydroxid und Kaliumphosphat
2. Welche Eigenschaft ist nicht charakteristisch für biokeramische oder Kalzium-Silikat-basierte Sealer und Reparaturmaterialien?
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a. Biokompatibilität
b. Bioaktivität
c. Antimikrobielle Wirkung
d. Volumenstabilität
e. Haftung nur an absolut trockenem Dentin
2. Modul: Prof. Dr. Sebastian Bürklein
3. Welche Aussage zur thermischen Behandlung (Heat Treatment) von NiTi-Endodontieinstrumenten ist richtig?
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A) Thermisch unbehandelte NiTi-Instrumente weisen einen höheren Anteil an Martensit bei Körpertemperatur auf und sind daher flexibler.
B) Durch spezielle Wärmebehandlungen kann der Austenit-Martensit-Umwandlungspunkt so verschoben werden, dass das Instrument bei Raum- oder Körpertemperatur überwiegend martensitisch ist.
C) Wärmebehandelte NiTi-Instrumente verlieren vollständig ihre Formgedächtniseigenschaften und können nicht mehr in die Ausgangsform zurückkehren.
D) Die Wärmebehandlung dient ausschließlich der Oberflächenhärtung und hat keinen Einfluss auf die Phasenzusammensetzung des NiTi.
E) Wärmebehandelte NiTi-Instrumente zeigen grundsätzlich eine geringere zyklische Ermüdungsresistenz als konventionelles NiTi.
4. Welches Ziel wird mit Oberflächenmodifikationen moderner NiTi-Endodontieinstrumente (z. B. Elektropolieren, physikalische Beschichtungen) primär verfolgt?
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A) Erhöhung der Schneidleistung durch gezielte Vergrößerung der Oberflächenrauigkeit
B) Reduktion von Oberflächenfehlern und Mikrorissen zur Steigerung der zyklischen Ermüdungsresistenz
C) Verschiebung der Austenit-Martensit-Umwandlungstemperatur des NiTi-Kerns
D) Verbesserung der antibakteriellen Wirkung durch direkte bakterizide Effekte der Metalloberfläche
E) Vollständige Vermeidung von Instrumentenfrakturen durch Eliminierung der Torsionsbelastung
3. Modul: Dr. Tom Schloss
5. Welche Aussage ist falsch? Die kleinvolumige dentale digitale Volumentomographie kann in einzelnen Fällen indiziert sein:
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A. für die periapikale Untersuchung, wenn zweidimensionale Röntgenaufnahmen bei Vorliegen klinischer Befunde und Symptome keine entsprechenden Befunde darstellen.
B. zur Detektion von Wurzelfrakturen, wenn die klinischen Befunde und Symptome eine entsprechende Verdachtsdiagnose nicht ausreichend absichern.
C. zur Planung endodontologisch-chirurgischer Behandlungen, insbesondere dann, wenn erschwerende Faktoren, wie die Gefährdung anatomischer Nachbarstrukturen, vorliegen.
D. Die Anfertigung einer zweidimensionalen Röntgenaufnahme kann in den genannten Fällen grundsätzlich vermieden werden, falls stattdessen eine kleinvolumige DVT-Aufnahme erstellt werden kann, vorausgesetzt ein entsprechendes Gerät steht zur Verfügung.
6. Grundlage vor der Anfertigung einer DVT-Aufnahme in der Endodontie bildet eine umfangreiche Basisdiagnostik im Vorfeld. Dabei wird das FOV auf die fragliche Region begrenzt und eine möglichst hohe nominelle Auflösung wird angestrebt. Für folgende Indikationen wird eine DVT-Aufnahme in der Literatur ausdrücklich empfohlen. Welche Aussage ist falsch?
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A. wenn die endodontologische Therapie durch bestimmte Begleitumstände erschwert wird, wie komplexe Anatomie des Wurzelkanalsystems oder Wurzelresorptionen.
B. zur Lagebestimmung von frakturierten Wurzelkanalinstrumenten, wenn die zweidimensionale bildgebende Diagnostik diese nicht zweifelsfrei zulässt.
C. zur Beurteilung von internen und externen Wurzelresorptionen, wenn die zweidimensionale bildgebende Diagnostik keine oder unzureichende Informationen für die Behandlungsplanung und Prognose bietet.
D. Nach bisheriger Datenlage ist die DVT zur Kariesdiagnostik besonders gut geeignet, weil Artefakte durch die spezielle Aufnahmetechnik ausgeschlossen sind, insbesondere Metallartefakte In der Nachbarschaft von Metallrestaurationen sowie Artefakte bedingt durch die Hartsubstanz der Nachbarzähne.
4. Modul: Prof. Dr. Matthias Widbiller
7. Welcher intraoperative Befund gilt als wichtiger Prädiktor für den Erfolg einer Pulpotomie?
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A. Größe der Pulpaexposition
B. Stillbarkeit der Pulpa-Blutung
C. Färbung des Dentins
D. Alter des Patienten
E. Radiologische Tiefe der Karies
8. Welche Aussage zu modernen Kalziumsilikatzementen bei der Pulpotomie trifft am ehesten zu?
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A. Sie sind stark feuchtigkeitsempfindlich und daher kontraindiziert bei Blutkontakt
B. Sie zeigen schlechtere biologische Eigenschaften als Kalziumhydroxid
C. Sie kombinieren gute biologische mit schlechten physikalischen Eigenschaften
D. Sie zeigen im Vergleich zu MTA eine geringere Zahnverfärbungsneigung
E. Sie sind ausschließlich bei traumatischer Pulpaexposition indiziert
5. Modul: Dipl.-Stom. Michael Arnold
9. Welche Bedingungen sind für die regenerative endodontische Therapie von entscheidender Bedeutung?
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a) informelle Zustimmung von Eltern und Patient
b) die Bereitschaft des Patienten, an allen erforderlichen Nachkontrollen teilzunehmen
c) der aseptische Zugang zum Wurzelkanalsystem
d) die Oberflächendesinfektion von Zahn und Kofferdam
e) die hinreichende Einwirkungszeit von EDTA zur Freisetzung von bioaktiven Molekülen
10. Welche intrakanalären Stützgewebe (scaffold) werden für die regenerative endodontische Therapie empfohlen?
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a) Kalziumhydroxid
b) Kalziumsilikatzemente
c) Blood clot
d) Platelet rich fibrin (PRF)
e) Chlorhexidin-Gel
6. Modul: Prof. Dr. Edgar Schäfer
11. Welche Aussage zur Wechselwirkung zwischen Endodontie und Diabetes mellitus ist richtig?
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A. Direkte Überkappungen haben bei Diabetikern eine bessere Prognose als Vitalexstirpationen
B. Diabetiker haben eine erhöhte Prävalenz für apikale Parodontitiden
C. Das Pulpagewebe ist bei Diabetikern stärker durchblutet als bei nicht-Diabetikern
D. Die Grunderkrankung Diabetes mellitus hat keinen Einfluss auf die Keimzusammensetzung im infizierten Wurzelkanal
12. Was verursacht hauptsächlich bei apikalen Parodontitiden eine signifikante Erhöhung der Entzündungsmarker im Serum?
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A. Viren im Wurzelkanal
B. Das Auswandern von Bakterien aus dem Wurzelkanal ins periapikale Gewebe
C. Ein Biofilm an der Wurzelkanalwand
D. Die Diffusion von Endotoxinen und Exotoxinen aus dem Wurzelkanal ins periapikale Gewebe
7. Modul: Georg Benjamin
13. In welchen Situationen wird die Flow-Wings-Technik mit selbstadhäsivem Flow zur Stabilisierung des Kofferdams besonders empfohlen?
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A) Bei vollständig durchgebrochenen Molaren mit guter Klammerretention
B) Bei Traumafällen mit unvollständig durchgebrochenen Zähnen und eingeschränkter Klammerapplikation C) Ausschließlich bei postendodontischen Versorgungen
D) Nur als Ersatz für Matrizensysteme
14. Welche Aussage zur Klammerwahl beim Kofferdam trifft laut Webinar zu?
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A) Eine Universalklammer reicht für alle klinischen Situationen aus.
B) Schwarze, beschichtete Klammern sind besonders langlebig im Sterilisationsprozess.
C) Es ist sinnvoll, mehrere Klammervarianten vorrätig zu haben, um flexibel reagieren zu können.
D) Flügellose Klammern sind grundsätzlich weniger präzise zu platzieren.
8. Modul: Prof. Dr. Matthias Zehnder
15. Welche Spüllösung ist alkalisch?
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A) Natriumhypochlorit
B) Wasserstoffperoxid
C) Chlorhexidindigluconat
D) Zitronensäure
16. Welche Aussage zur einzeitigen ("single-visit") Wurzelkanalbehandlung im Gegensatz zum zweizeitigen Vorgehen trifft am besten zu? Sie...
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A) ...ist dem zweizeitigen Vorgehen überlegen
B) ...ist einfacher durchführbar
C) ...entspricht dem allgemeinen Patientenwunsch
D) ...erfordert mehr Zeit pro Sitzung
9. Modul: Dr. Martin Brüsehaber
17. Typische Frakturmuster für die Fraktur von Aufbereitungsinstrumenten sind:
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a. Keilfraktur
b. Torsionsfraktur
c. Segmentfraktur
b. Ermüdungsfraktur
18. Folgende anatomische Besonderheiten stellen ein erhöhtes Frakturrisiko für Aufbereitungsinstrumente dar:
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a. Isthmen
b. Ein kleiner Krümmungsradius des Wurzelkanallumens
c. Ein rechtwinkliger Krümmungswinkel des Wurzelkanallumens
d. Ein kleines apikales Foramen
10. Modul: Prof. Dr. Michael Hülsmann
19. Wo liegt der mb2-Wurzelkanal fast immer?
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a. Auf einer Verbindungslinie zwischen dem mb1 und dem palatinalen Wurzelkanal?
b. Innerhalb des Dreiecks der Kanaleingänge mb, db und pal?
c. Die Anordnung der Kanaleingänge unterliegt deutlichen Variationen.
d. Die Lage der Eingänge ist bei ersten und zweiten Molaren immer identisch.
20. Die zu instrumentierende Länge des mb2
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a. entspricht genau der elektrisch bestimmten Länge von mb1
b. entspricht genau der radiologisch bestimmten Länge von mb1
c. lässt sich bei Fusion vom mb1 und mb2 am besten elektrisch ermitteln
d. muss bei einer Fusion von mb1 und mb2 mithilfe einer DVT bestimmt werden
e. kann elektrisch bestimmt werden, wenn keine Fusion der beiden Kanäle vorliegt
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