Am 3.Juli gab es zwar keinen Kaffee, dafür guten Wein, leckere Tapas und vor allem ehrliche Gespräche.
Bei der persönlichen Weinprobe mit Inga kamen wir schnell ins Gespräch. Über Fragen, die viele Menschen bewegen und doch so selten ausgesprochen werden: Wie lange darf ich eigentlich trauern? Warum wenden sich Menschen nach dem Tod eines geliebten Menschen plötzlich ab oder wechseln sogar die Straßenseite? Und darf Trauer schon da sein, obwohl der geliebte Mensch noch lebt?
Ja, sie darf. Denn manchmal beginnt Abschied lange vor dem letzten Atemzug.
Wir haben über Ängste gesprochen. Über Zukunftsängste. Über die vielen Gefühle, die Trauer mit sich bringt. Und auch darüber, dass Trauer oft betäubt wird: mit Alkohol oder Medikamenten. Doch Trauer möchte nicht betäubt werden. Sie möchte gesehen, gefühlt und getragen werden.
Jeder Mensch trauert anders. Und jede Trauer hat ihre eigene Geschichte.
Danke an alle, die den Mut hatten, ihre Gedanken und Gefühle mit uns zu teilen. Genau dafür gibt es Kaffee, Tee & Tod: für Begegnungen, die zeigen, dass wir mit unserer Trauer nicht allein sind.
Liebe Inga, lieber David, von Herzen danke, dass wir mit Kaffee, Tee & Tod bei euch im Goldmund zu Gast sein durften. Danke, dass ihr uns den Raum geschenkt habt, in dem alles da sein durfte: Tränen, Lachen, Nachdenklichkeit, Stille und der offene Austausch über Trauer, Tod und Sterben.