Der arterielle Blutdruck ist einer der wichigsten unabhängigen Risikofaktoren für Herz-Kreislaufkrankheiten. Dabei hat sich der "mittlere arterielle Druck" oder MAD als Möglichkeit einer genaueren Risikobewertung etabliert.
Der mittlere arterielle Druck (MAD) wird als eine Annäherung an den zeitlich gewichteten Durchschnitt des Blutdrucks in den großen Systemarterien während des Herzzyklus definiert. Er steht in direktem Zusammenhang mit dem Herzzeitvolumen.
Der Pulsdruck (die Blutdruckamplitude) ist die Differenz zwischen dem systolischen und dem diastolischen Blutdruck. Der Pulsdruck korreliert mit der Blutmenge, die bei einer Kontraktion der linken Herzkammer in die Aorta und andere Arterien ausgestoßen wird. Diese Blutmenge nennen wir das Schlagvolumen. Je größer das Schlagvolumen ist, desto höher ist der Wert, den der Pulsdruck erreicht. Das Schlagvolumen erhöht sich aus verschiedenen Gründen, aber der häufigste Grund ist Bewegung. Die Nachgiebigkeit der Aorta ist wiederum ein Faktor, der sich negativ auf den Pulsdruck auswirkt. Wir definieren Nachgiebigkeit als die Fähigkeit, sich als Reaktion auf den Druck in einem gefäßartigen Organ unseres Körpers zu dehnen.
Pulsdruck-Erhöhung kann durch folgende Erkrankungen entstehen:
Fieber.
Aortenregurgitation – ein Leck in der Aortenklappe, das eine Umkehrung des Blutflusses in der Aorta während der Diastole verursacht.
Anämie – ein niedriger Hämoglobinspiegel (ein sauerstofftransportierendes Protein in den roten Blutkörperchen).
Schwangerschaft.
Erhöhter Hirndruck – mit Symptomen der Cushing-Trias: hoher Blutdruck, langsamer Herzschlag (Bradykardie) und unregelmäßige Atmung.
Endokarditis – eine Entzündung der inneren Schicht der Herzwand.
Hyperthyreose – übermäßige Produktion des Schilddrüsenhormons durch die Schilddrüse.