• Genaue und sichere Berechnung der Sonnenschutzzeit der Haut nach dem Auftragen eines Sonnenschutzmittels!

    Als Rechengrundlage dienen die Vorgaben vom BfS (Bundesamt für Strahlenschutz)! Entsprechend den Vorgaben wird der Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels (abgekürzt LSF, ein Maß für die Wirksamkeit des Sonnenschutzmittels), die aktuelle Stärke der UV- Strahlung (UV- Index, ein von der WHO, der Weltgesundheits-organisation, eingeführtes international einheitliches Maß für die sonnenbrandwirksame UV- Bestrahlungsstärke), der eigene Hauttyp (nach der Fitzpatrick Hautskala), sowie ein Sicherheitspuffer (40%) berücksichtigt. Hierdurch wird in drei Schritten eine aktuelle sehr vernünftige Sonnenschutzzeit der Haut für einen Tag berechnet!
  • Allgemein:

    Warum ist der Sonnenschutz so wichtig?

    Die Sonnenstrahlen beinhalten nicht nur das sichtbare Licht, sondern auch die ultraviolette Strahlung, die in die UV-A, UV-B und UV-C Strahlung unterteilt wird und für das menschlichen Auge unsichtbar ist.

    Die UV-C Strahlung wird durch die Erdatmosphäre, insbesondere durch die Ozonschicht der Stratosphäre nahezu vollständig absorbiert (geschluckt) und spielt deshalb bis zum jetzten Zeitpunkt für die menschliche Gesundheit keine Rolle. Die UV- C Strahlung wird aber künstlich hergestellt und zur Desinfektion von Oberflächen, Raumluft oder Wasser verwendet. In diesem Zusammenhang sind dann auch Schutzmaßnahmen wichtig, denn die energiereiche Strahlung kann nicht nur Schädlinge bekämpfen, sondern auch Augen und Haut schädigen.

    Die UV- A und UV-B Strahlen der Sonne dringen bis zur Eroberfläche vor, sodass Menschen mit diesen Strahlen in Kontakt kommen.

    Die UV-A Strahlung wird dabei für Hautalterungsprozesse verantwortlich gemacht und die UV- B Strahlen für Sonnenbrände und die Beschädigung des Erbgutes der Hautzellen, wodurch sich Hautkrebs entwickeln kann. Deshalb ist es zwingend notwendig, sich vor diesen beiden Arten der UV- Strahlung zu schützen!

    Wichtig ist hier festzuhalten: Das Benutzen einer Sonnencreme zum Schutz der Haut, damit sich ein Hautkrebs nicht entwickeln kann, ist wichtig, aber nicht alles. Den besten Schutz bietet die Kombination mehrerer Maßnahmen — hierzu gehören:

    - eine Sonnenbrille mit einem guten UV- Filter zum Schutz der Augen,

    - eine passende Kleidung mit einem entsprechend dichten sonnenundurchlässigen Gewebe. Aber auch ein Kopfschutz z.B. durch einen Sonnenhut gehört zu einer passenden Kleidung dazu.

    - die Vermeidung von direkter Sonneneinstrahlung durch das Aufsuchen von Schatten

    - das Vermeiden der besonders kräftigen Mittagssonne (von 11- 15 Uhr), wenn die Sonne am Himmel am höchsten steht

    Alle diese Maßnahmen sind wichtige Bausteine zum Schutz der eigenen Gesundheit vor den Strahlenwirkungen der Sonne!

    Zu bedenken ist außerdem die Reflexion des Untergrundes, durch die die UV- Belastung deutlich zunehmen kann:

    - Schnee verstärkt die UV- Belastung zu 90%,

    - Wasser und Sand zu 10% - 25%

    Außerdem nimmt die UV- Belastung im Gebirge mit jedem Kilometer (1000m) Höhe um etwa 10% zu.

    Desweiteren ist die geografische Lage zu beachten: Besonders in äquatornahen Regionen ist die Sonneneinstrahlung und damit die UV- Belastung besonders intensiv.

    Hinzukommen biografische Größen, die die Widerstandsfähigkeit gegenüber UV- Strahlung beeinflussen:

    - Frauen und Kinder besitzen dünnere Haut und sind damit weniger widerstandsfähig gegenüber UV- Strahlen. Im Alter, etwa ab dem 50. Lebensjahr, wird die Haut trockener, weniger elastisch (dadurch entstehen Falten) und dünner. Hierdurch sinkt auch die UV- Widerstandsfähigkeit!

    Grundsätzlich wichtig ist außerdem die Feststellung, dass die Haut nichts vergisst! Dies bedeutet: Die UV- Belastung der Haut summiert sich über die Lebensjahre. Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen im Alter das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken und führen zu einer vorzeitigen Alterung der Haut, erkennbar am Spannungsverlust der Haut, wodurch es zur Faltenbildung kommt, aber auch an der Bildung von Pigmentflecken.

    Aus all diesen Gründen ist es sehr wichtig, sich vor der Sonnenstrahlung zu schützen, und das Sonnenschutzmittel in Form einer Sonnencreme leistet dazu einen wichtigen Beitrag!

    Weil ein Sonnenschutzmittel nie zu 100% die Haut vor der UV- Strahlung schützen kann, gilt die hier errechnete Sonnenschutzzeit für einen gesamten Tag!

    Wenn Sie mehr Informationen zum Sonnenschutz erhalten möchten, z.B. mehr über die Wirkstoffe in den Sonnencremes erfahren möchten, buchen Sie den interaktiven Onlinevortrag "Alles Wissenwerte zum Sonnenschutz"!

  • Berechnung der Sonnenschutzzeit für einen gesamten Tag in drei Schritten!

  • Schritt 1: Wählen Sie zuerst Ihren Hauttyp aus!

  • Mein Hauttyp nach "Fitzpatrick" entspricht:*
  • Schritt 2: Geben Sie den aktuellen UV- Index für die Region, in der Sie sich gerade befinden, ein!

    Der UV- Index kann regional und tagesaktuell den Wetternachrichten entnommen werden oder Sie schätzen jetzt selbst die aktuelle Strahlungsstärke der Sonne ein!

     

  • Hilfe bei der Schätzung des UV- Index!

    - UV- Index niedrig 1-2: Die Sonnenstrahlen sind nicht spürbar (kein Schutz nötig für die meisten Hauttypen)

     - UV- Index mäßig 3-5: Die Sonnestrahlen sind spürbar (Schutz empfohlen, Mittagssonne meiden)

    - UV- Index hoch 6-7: Die Sonne ist warm und intensiv spürbar (Schutz notwendig, Schatten bevorzugen)

    - UV- Index sehr hoch 8-10: Die Sonne ist heiß, sehr intensiv (starker Schutz nötig, Mittagssonne unbedingt meiden)

    - UV- Index extrem 11+: Die Sonne brennt regelrecht, typisch im Hochgebirge und den Tropen bzw. den Äquatorregionen (maximaler Schutz erforderlich, Aufenthalt im Freien so kurz wie möglich halten)

  • Wählen Sie den UV- Index aus: Anmerkung - hat sich als nicht notwendig erwiesen
  • Schritt 3: Geben Sie den Lichtschutzfaktor (LSF) Ihres Sonnenschutzmittels (z.B. der Sonnencreme) an!

  • Das Ergebnis: 

  • Das Nachcremen sollte alle zwei Stunden erfolgen.

    Wenn das Nachcremen früher erfolgen muss, wird diese frühere Nachcremezeit vom Formular in Minuten angegeben!

  • Zusammenfassung Sonnenschutz

    - Ausreichende Menge an Sonnencreme verwenden: Für den ganzen Körper etwa 30–40 ml (ca. 6 Teelöffel) - siehe auch "Zwei Finger- Regel" (siehe interaktiver Onlinevortrag "Alles Wissenwerte zum Sonnenschutz").

    - Die Sonnencreme etwa 20–30 Minuten vor dem Sonnenbad auftragen.

    - nachcremen spätestens nach der Häfte der berechneten Sonnenschutzzeit, oder nach dem Schwitzen, Schwimmen oder Abtrocknen nachcremen - Achtung: Nachcremen erneuert nicht den Sonnenschutz, sondern stellt lediglich den vorher ermittelten Sonnenschutz (siehe oben) wieder her!

    - Die Mittagssonne (11–15 Uhr) meiden und den Schatten suchen.

    - angemessene Kleidung tragen - mitsamt Sonnenschutz für den Kopf (Hut, Kappe etc.).

    - auch die Augen durch eine Sonnenbrille mit einem guten UV- Filter schützen.

    - Babys gehören grundsätzlich nicht in die Sonne.

    Wichtig: 

    Immer auf den Zustand der eigenen Haut achten- siehe ABCDE Regel als Orientierungshilfe zur Krebsvorsorge (im interaktiven Onlinevortrag "Alles Wissenswerte zum Sonnenschutz").

    Veränderungen der Haut sollten vom Hautarzt (Dermatologen) umgehend überprüft werden.

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