KONS Aktuell - Teil 2 - Fragen & Antworten
Fortbildungsfragen (nur eine richtige Antwort ist möglich)
Modul 1: Prof. Dr. Hendrik Meyer-Lückel
1. Welche approximale Läsion sollte bei einem Patienten mit mittlerem Kariesrisiko vorzugsweise mittels Kariesinfiltration behandelt werden?
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A: Unkavitierte Karies mit röntgenologischer Ausdehnung ausschliesslich im Schmelz
B: Unkavitierte Karies mit röntgenologischer Ausdehnung in das erste Dentindrittel
C: Kavitierte Karies mit röntgenologischer Ausdehnung in das erste Dentindrittel
2. Bei welchen Läsionen funktioniert die Maskierung mittels Kariesinfiltration nicht so gut?
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A: Unkavitierte Karies
B: Fluorose dezenter Ausprägung
C: Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation
Modul 2: Prof. Dr. Wolfgang Buchalla
3. Bei der selektiven Kariesexkavation wird kariös erweichtes Dentin
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a) in der Peripherie vollständig exkaviert, pulpanah belassen
b) vollständig entfernt, hartes Dentin wird selektiv belassen
c) pulpanah vollständig entfernt, zervikal selektiv belassen
4. Kariöses, bakteriell infiziertes Dentin lässt sich im Rahmen der Kariesexkavatin detektieren
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a) durch die Farbe und die Härte
b) durch die rote Fluoreszenz, weniger genau durch die Härte
c) durch die Härte und die grüne Fluoreszenz
Modul 3: Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Attin
5. Welches der unten genannten Prinzipien ist kein Bestandteil der BERK-Technik?
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1) Individuelle Matrizengestaltung
2) Schrittweise Formerleichterung
3) Hohe Liquidation
4) Sorgfältige Adhäsivtechnik
6. In der Studie von Crins et al. (Dent Mater 37: 1645-1654, 2021) an Patienten mit starker Zahnabnutzung wurde deutlich, dass
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1) die Überlebensrate nach 3.5 Jahren Beobachtungszeit von indirekten Restaurationen höher ist als die von direkten Restaurationen.
2) im OK-Frontzahngebiet indirekte Versorgungen grundsätzlich direkten Versorgungen vorzuziehen sind.
3) bei 1. Molaren sehr gute Erfolge mit direkten Versorgungen erzielt werden können.
4) das Scheitern von Restaurationen meist innerhalb des ersten halben Jahres auftritt.
Modul 4: Prof. Dr. Gabriel Krastl
7. Für die Herstellung der palatinalen Wand bei einem ästhetischen Klasse-IV-Kompositaufbau wird idealerweise verwendet:
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A) Ein Silikonschlüssel in Kombination mit einer Schmelzmasse
B) Ein Silikonschlüssel in Kombination mit einer Dentinmasse
C) Freihändiger Aufbau der palatinalen Wand mit einer Schmelzmasse
8. Welche Matrizentechnik ist für den Verschluss zervikaler schwarzer Dreiecke mit Komposit am besten geeignet?
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A) Eine Zirkuläre konturierte Matrize
B) Die individuelle Matrizentechnik
C) Ein gerades Matrizenband mit straffer zervikaler Verkeilung
Modul 5: Dr. Uwe Blunck
9. Worin unterscheiden sich Universal-Adhäsive von Universal-Primern?
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A) Universal-Primer haften auf allen Substrat-Oberflächen, während Universal-Adhäsive ausschließlich an Zahnhartsubstanz, allerdings sowohl in der Etch&Rinse-Technik als auch als Selbst-ätzendes Adhäsiv, haften.
B) Nur wenige Universal-Adhäsive besitzen die Eigenschaft, wirksam an Zirkonoxid-Keramik zu haften, während Universal-Primer durch das 10-MDP eine sichere Haftung aufbauen können.
C) Universal-Primer enthalten Silane, die eine wirksame Haftung an mit Flusssäure vorbehandelten Glas-Keramiken erzielen, während die Silan-Verbindungen in den Universal-Adhäsiven zurzeit noch (mit einer Ausnahme) als weniger wirksam eingeschätzt werden.
10. Welche der aufgelisteten Vorteile der Universal-Adhäsive ist korrekt?
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A) Universal-Adhäsive können in allen drei Applikations-Modi angewendet werden, sind weniger technik-sensibel auf ausgetrocknetem Dentin, haben gute Haftwerte an Zirkonoxid-Keramik und bilden ausgehärtet eine sehr dünne Adhäsivschicht, die die Passgenauigkeit von indirekten Restaurationen bei korrekter Anwendung nicht beeinträchtigt.
B) Universal-Adhäsive können in allen drei Applikations-Modi angewendet werden, haften an allen Restaurationsoberflächen außer an Zirkonoxid-Keramik und reagieren wegen des Wassergehalts weniger technik-sensibel auf ausgetrocknetem Dentin.
C) Universal-Adhäsive können in allen drei Applikations-Modi angewendet werden, haften an allen Restaurationsoberflächen ohne Anwendung eines zusätzlichen Primers, bilden dünne Adhäsivschichten aus, so dass sie vor der Eingliederung von Keramik-Restaurationen auch lichtgehärtet werden können und lassen sich auf Dentin selektiv anwenden, wenn in besonders pulpanahen, aber sklerosierten Arealen die Phosphorsäure-Ätzung ausgespart wird, um die Dentintubuli geschlossen zu halten, damit weniger klein-kettige Monomere zur Pulpa durchdringen können.
Modul 6: Prof. Dr. Roland Frankenberger
11. IDS bedeutet im Rahmen der adhäsiven Befestigung
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a Internal Dentin Stabilizing
b Immediate Dentin Sealing (x)
c Immer dünn schleifen
d International Dentists Society
12. Eine Vertiprep eignet sich …
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a Zur Fassung zervikaler Defekte (x)
b Zur okklusalen Reduktion bei Table Tops
c Zur subgingivalen Konkremententfernung
d Tangentialen Präparation bei allen Kronen
Modul 7: Prof. Dr. Tobias Tauböck
13. Welche der folgenden Komposite eignen sich am besten für Höckeraufbauten im kautragenden Seitenzahnbereich?
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A) Mikrofüllerkomposite
B) Makrofüllerkomposite
C) Nanohybridkomposite
14. Welche der folgenden Aussagen zu Bulk-Fill-Kompositen ist falsch?
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A) Sie können in Schichtstärken von 4 mm appliziert werden.
B) Sie können in Inkrementschichttechnik appliziert werden.
C) Sie sind opaker als klassische Komposite.
Modul 8: Prof. Dr. Anne-Katrin Lührs
15. Durch welche Eigenschaft ist Teflonband bei der Anwendung in der restaurativen Zahnheilkunde besonders geeignet?
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A) Es ist wasser- und speichellöslich.
B) Es ist standfest und kann zur Separation verwendet werden.
C) Es ist sowohl dehn- als auch kondensierbar.
D) Es besitzt eine starke Klebewirkung an Zahnhartsubstanz.
16. Teflonband ist nicht geeignet zur...
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A) Abdeckung von Implantatschraubenkanälen.
B) dauerhaften Versorgung einer Kavität als Füllungsmaterial.
C) Isolation von Nachbarzähnen während restaurativer Maßnahmen.
D) Abdichtung von Matrizen.
Modul 9: PD Dr. Alexis Ioannidis
17. Was gilt bei der Präparationsplanung für keramische Veneers?
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A) Die Präparation hat zum Ziel, im inzisalen Bereich mindestens 2.5 mm zu reduzieren
B) Die Präparation wird individuell bestimmt und folgt der Diagnostik (Wax-up/Mock-up)
C) Die Präparationstiefe ist standardisiert auf 0.3 mm zirkulär, unabhängig vom Einzelfall
D) Auf eine Präparation kann grundsätzlich verzichtet werden, da Veneers immer additiv verklebt werden
18. Welche Vorbehandlung der Klebefläche ist bei einem Feldspat- oder Lithiumdisilikat-Veneer vor dem Einsetzen korrekt?
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A) Sandstrahlen mit Aluminiumoxid und anschliessend Silikatisierung
B) Ätzen mit Flusssäure (Hydrofluoridsäure) und anschliessende Silanisierung
C) Ätzen mit Phosphorsäure (37 %) und anschliessende Silanisierung
D) Keine Vorbehandlung nötig, die Keramik haftet direkt am Komposit
Modul 10: Prof. Dr. Annette Wiegand
19. Welches funktionelle Monomer in Universalprimern ermöglicht eine chemische Bindung an Edelmetalloberflächen?
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A) Silanmethacrylat
B) Phosphorsäuremethacrylat
C) Sulfidmethacrylat
20. Welche der folgenden Maßnahmen ist entscheidend, um die Haftung von Universaladhäsiven auf Zirkonoxid zu maximieren?
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A) Verwendung von Silanlösung vor dem Adhäsiv
B) Anwendung eines 10-MDP-haltigen Universaladhäsivs
C) Durchführung einer Phosphorsäureätzung der Oberfläche
Modul 11: Prof. Dr. Daniel Edelhoff
21. Welche Aussage zur Korrektur von Fehlkontakten auf keramischen Kauflächen ist richtig?
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a. Grobkorn-Diamanten in Kombination mit einer Turbine sind zu bevorzugen.
b. Eine Politur des beschliffenen Bereiches mit einem professionellen Keramik-Polierset ist bei kleineren Korrekturmaßnahmen nicht erforderlich.
c. Rot kodierte Diamantschleifkörper im roten Winkelstück sollten bei geringem Andruck und unter Wasserapplikation Verwendung finden.
22. Welches Okklusionskonzept wird insbesondere für die Materialeigenschaften von keramischen Kauflächen als vorteilhaft erachtet?
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a. Anteriore Gruppenführung
b. Bilateral balancierte Okklusion
c. Front-Eckzahn-Führung mit Freedom-in Centric.
Modul 12: Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Attin
23. Warum sollte ein Primer (d.h. die «erste Flasche eines Adhäsivsystems») nach Applikation auf das Dentin und entsprechender Einwirkzeit mit dem Luftbläser verblasen werden?
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1) Um eine möglichst dünne Schicht des Primers zu erzielen
2) Um das Lösungsmittel des Primers zum Verdunsten zu bringen
3) Um den Primer möglichst gut in der Kavität zu verteilen
4) Um den Primer mit Hilfe des Luftstroms besser in das Dentin zu pressen
24. Nach einem Überätzen des Dentins mit Phosphorsäure sollte der Primer eines Adhäsivsytems
*
1) ein zweites Mal für kurze Zeit erneut aufgetragen werden.
2) eine gegenüber Herstellerangaben verlängerten Zeit einwirken können.
3) sofort nach Applikation lichtgehärtet werden.
4) erst gemeinsam mit der ersten Komposit-Schicht lichtgehärtet werden.
Modul 13: Prof. Dr. Patrick Schmidlin
25. Warum vergleicht der Referent die Lebenserwartung zahnärztlicher Restaurationen mit der Ehe? Weil...
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A) beide vor allem durch ihre Anfangskosten beurteilt werden
B) Weil bei beiden Ärger grundsätzlich unvermeidbar ist
C) Weil bei beiden die Überlebenszeit bis zum Misserfolg interessiert
D) Weil sowohl Ehen als auch Füllungen nach 6–7 Jahren in der Regel scheitern
26. Was ist ein zentrales Argument für die Reparatur statt Neuanfertigung einer Füllung?
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A) Sie vermeidet unnötigen Verlust gesunder Zahnhartsubstanz
B) Sie ist unabhängig von Material und Defektgrösse immer möglich
C) Sie ersetzt die Kontrolle der Ursache des Defekts vollständig
D) Sie führt grundsätzlich zu einer längeren Haltbarkeit als Neuanfertigung
Module 14/15: PD Dr. Philipp Körner
27. Welche Aussage zu den Indikationen der Flowable Injection Technik trifft zu?
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A) Die Technik wird primär zur Herstellung indirekter keramischer Restaurationen eingesetzt
B) Die Technik eignet sich für Formkorrekturen, Verschleißrehabilitationen und ästhetische Frontzahnversorgungen
C) Die Technik findet hauptsächlich Anwendung bei chirurgischen und parodontalen Eingriffen
D) Die Technik ist auf funktionelle Anpassungen bestehender Restaurationen beschränkt
28. Welcher Faktor gehört nicht zu den typischen Vorteilen der Flowable Injection Technik?
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A) Vorhersagbarkeit und Wiederholbarkeit der restaurativen Ergebnisse
B) Minimalinvasive Vorgehensweise mit Möglichkeit zur Reparatur
C) Kontrollierte und effiziente Umsetzung geplanter Zahnformen
D) Notwendigkeit einer umfangreichen Zahnhartsubstanzpräparation zur Retention der Restauration
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